Blick auf Malia/Stalis
Malia/Stalis zählt neben Chersonisos zu den größten Tourismus-Zentren Kretas.
Die Grenze zwischen den beiden Orten Malia und Stalis ist fließend: nicht
einmal die Einheimischen wissen genau, wo sie verläuft.
Sofern man nicht gerade ein Hotel an der "Halli-Galli-Meile" (in den Reiseführern meist als "Stichstraße" bezeichnet), sondern an der sog. "Beach-Road" bucht, ist es hier jedoch ganz nett: Die Beach-Road wird gesäumt von zahlreichen Bars und Tavernen, sowie Supermärkten, Souvenirshops, Autovermietungen und natürlich Hotels. Auch Geldautomaten und Telefonzellen (sowohl Münz- als auch Kartentelefone) finden sich hier. Schön ist es z.B. im Kyknos Beach oder auch im Ikaros Village (siehe Fotoalbum), die beide der Landeskategorie A (ca. 4 Sterne) zugeordnet sind.
Während es an der Beach-Road auch zu nächtlicher Zeit noch recht vergnüglich zu geht, tobt das Nachtleben in den Diskotheken und Bars an der Stichstraße, die fest in britischer Hand ist. Wer also Wert auf "Halli-Galli" legt, findet dort ab ca. 22 Uhr die ersten "Schnaps-Leichen" – und das Disko-Fieber tobt auch noch nach 2 Uhr morgens, wenn an der Beach-Road langsam die Gehsteige hochgeklappt werden.
Der Palast von Malia
Doch auch kulturell hat Malia etwas zu bieten: die beste Führung durch
minoische Ausgrabungen auf ganz Kreta (und
Santorini) bekamen wir im
Palast von Malia. Der
Archäologie-Professor, der uns hier durch die Ruinen führte, hatte etwas von
Indiana Jones an sich – und neben den Fakten und fundierten
Strand des Ikaros Village
Hintergrund-Informationen, die er uns über die hiesigen Ausgrabungen gab,
bereitete er uns auch wunderbar vor auf alle anderen wichtigen minoischen
Plätze wie Knossos, Festos,
Gournia und sogar
Akrotiti auf
Santorini.
Zahlreiche Strände vermutet man an einer "Beach-Road" natürlich zu Recht.
Dennoch ist Strand nicht gleich Strand: sowohl die Qualität als auch die
Preise liegen teilweise recht weit auseinander. So ist der Strand des
"Alexander Beach" recht steinig und schmal, während der des Ikaros Village
(Foto) ein einladender Sandstrand ist. Wassersport wird an nahezu jedem Strand
angeboten: die Palette reicht von Canoe über Jetski bis zu Parashooting. Die
Preise für Liegestühle liegen zwischen einem und vier Euro pro Stuhl; am
Ikaros Village bezahlt man beispielsweise 6,50 Euro für zwei Liegen plus Schirm.
Karte mit Strandpfad
Update 2016: Den Strand kann man übrigens vom
Ikaros Beach bis zum Malia Park und darüber hinaus entlang schlendern – was ich 2016 auch
in mehreren Etappen gemacht habe. Die dabei entstandenen Fotos helfen sicher, den richtigen
Strand auszuwählen: Soll es der schönste Strand (Ikaros Beach),
oder lieber der bequemste und komfortabelste Strand (Pleasure
Beach) sein? Oder vielleicht sind ja ganz andere Faktoren (etwa Wassersport
am Dolphin bzw. Aeolos Beach) wichtiger? Da ich auf dem Weg auch in die eine oder andere
Hotel-Anlage hinein geschaut habe, lohnt sich auch für die Auswahl des passenden
Urlaubs-Hotels ein Blick in das Album.
Der „Happy Train“
Das oben beschriebene „steinig und schmal“ gilt mittlerweile nur noch für einen kleinen Teil des Strandes.
Der Strand des Alexander Beach ist mittlerweile
weitgehend ein Sandstrand. Was für den größten Teil der Strände Malias gilt, die jedoch hin und wieder
von meist kurzen, steinigen Abschnitten unterbrochen werden. In diesen Fällen führt mein o. g. „Strandpfad“
dann über den jeweiligen Felsen – dicht am Meer entlang. Festes Schuhwerk benötigt man dafür nicht:
Badelatschen oder Schwimmschuhe sind völlig ausreichend.
Wer sich einen Überblick über die Umgebung verschaffen möchte, kann dies auch mit dem „Happy Train“ tun. Dieser fährt etwa alle 90 Minuten von Hersonissos bis zum Malia Palace und wieder zurück. Durchschnittlich sollte also etwa im Dreiviertel-Stunden-Takt ein „Tuff-Tuff“ vorbeikommen. Tickets erhält man an jeder Haltestelle (zur Not auch beim Fahrer). Mit derzeit (2016) 13 Euro sind sie allerdings nicht ganz günstig. Ähnlich wie bei den anderorts bekannten „roten Bussen“ kann man den Train auch an einem beliebigen Ort verlassen und bei der nächsten Runde wieder zusteigen – allerdings nur einmalig.
Neben der genannten Strecke („Beach Road“) bietet der „Happy Train“ auch weitere Routen an:
Sonntag, Dienstag, Donnerstag und Samstag etwa kann man sich nach Krasi
bringen lassen, um unter einer zweitausend Jahre alten Platane zu rasten (und die kretische Küche zu
genießen: Dort befindet sich nämlich eine Taverne). Montag, Mittwoch und Freitag geht es
nach Mochos, wo man das „echte Dorfleben“ kennenlernen kann.