Blick in ein Gebäude von Akrotiri
Erst etwa ein Prozent dieser minoischen Stadt auf Santorini sind bislang
ausgegraben. Durch den Vulkanausbruch um 1620 v. u. Z. verschüttet, lag der Ort
lange Zeit verborgen – der Fund läßt sich also durchaus mit Pompeji vergleichen.
Einen wesentlichen Unterschied gibt es jedoch: zumindest bislang wurden keine
menschlichen Überreste gefunden. Offensichtlich haben die Bewohner Akrotiri
noch rechtzeitig verlassen können. Ob sie dennoch auf der Insel durch den Vulkan
umkamen, läßt sich jedoch (noch?) nicht sagen.
Oft wird in Santorini das versunkene Atlantis vermutet – was wohl auch der
Grund für den Namen des Schiffes war, das uns hier her brachte. Dies ist
durchaus nicht unwahrscheinlich: die Minoer hatten, verglichen mit den
Festland-Griechen ihrer Zeit, eine weit entwickelte Kultur. Ihre Häuser hier
in Akrotiri hatten zumindest bis zu drei Etagen, auch ein Wassersystem war
Die Ausgrabungen sind komplett überdacht
vorhanden. Dies ging sogar so weit, dass Toiletten im ersten Obergeschoss
existierten, die mit Fallrohren an die Kanalisation angeschlossen waren.
Das es zwischen Akrotiri/Santorini und Kreta Verbindungen und sogar
geschäftliche Beziehungen gab, gilt als relativ sicher. Eben so sicher dürfte
aber auch die Tatsache sein, dass die minoische Kultur auf Kreta die auf
Santorini noch um etwa ein Jahrhundert überdauern konnte (siehe Ausführungen
zu den Ausgrabungen in Malia).