Palmenstrand von Vai
Wer für eine kleine Idylle am Palmenstrand mal so richtig abgezockt werden
will, sollte sich einen Ausflug nach Vai nicht nehmen lassen: hier wird
sprichwörtlich aus Sch… Geld gemacht. Zuerst werden 2,50 Euro für den
Parkplatz fällig, gleich anschließend gut 7 Euro für zwei Liegestühle (also
sind schonmal 10 Euro weg, bevor man den Fuß im Wasser hat). Wer nun aber
denkt, das wäre alles, der irrt: aus dem Meer gestiegen möchte man sich das
Salzwasser abspülen – muss sodann aber feststellen, dass es an keiner der
Duschen einen Wasserhahn gibt; den muss man sich nämlich auch erst extra
mieten!
Von diesen abschreckenden Einlagen abgesehen, handelt es sich dennoch um eine sehr schöne Location. Das Wasser in der malerischen Bucht ist sehr ruhig, auch wenn überall sonst an der Nordküste schon die gelben oder gar roten Fahnen (baden gefährlich oder gar verboten) gehisst sind: so kommen vor allem auch Schnorchler hier voll auf ihre Kosten. Und im Gegensatz zur "Strand-Abzocke" fallen die Verpflegungspreise relativ dezent aus, sodass sich fast wieder ein gesunder Schnitt ergibt.
Übrigens: Wenn man ohnehin gerade hier ist, kann man auch einen kleinen
Abstecher zu den Ausgrabungen von Itanos
machen. Die machen zwar nicht so viel her, dass sie eine weite Anreise
rechtfertigen würden – jedoch vom Strand aus sind sie mit dem Auto in nur
fünf Minuten zu erreichen.
Blick über die Bucht von Vai
Update 2016: Offenbar hat hier jemand mitgelesen. Bei unserem Besuch 2016 brauchte
man zumindest keinen Wasserhahn mehr mieten: Die Duschen direkt am Strand stehen jetzt
gratis zur Verfügung. Auch mehrere Umkleidemöglichkeiten gibt es, ebenfalls gratis: Eine
Kabine am Strand sowie zwei hinter dem Parkplatz. Hier findet sich auch die einzige nach
wie vor kostenpflichtige Dusche. Das Wasser war auch diesmal wieder malerisch ruhig –
und so klar, dass man sogar noch von der Aussichtsplattform die Steine auf dem Grund
sehen konnte! Denkt man beim Schwimmen: „Ah, hier kann ich mich hinstellen“, ist dies
oftmals ein Trugschluss: Man sieht den großen Stein, doch der liegt wesentlich tiefer
als es scheint.