Die Kritsa-Schlucht
Der interessanteste Teil dieser wunderschönen Schlucht läßt sich in gut zwei
Stunden erwandern. Hierzu steigt man an der Brücke auf dem Weg von Kritsa nach
Lato direkt in's Flussbett (nicht von
dem Hinweis-Schild beeindrucken lassen, welches einen anderen Weg weist) und
folgt diesem zunächst durch Kiesel-Geröll. Schon nach ca. 20 Minuten steigen
zu beiden Seiten die Felsen in die Höhe, und Kletter-Einlagen werden immer
häufiger. Die Landschaft, die sich einem hier zeigt, begeistert durch ihre
Wildheit.
Da die meisten Touristen in die Schluchten von Samaria und Imbros "verfrachtet"
werden, um sich dort gegenseitig auf die Füße zu treten, ist es hier sehr ruhig;
auch taucht die Schlucht in kaum einem Reiseführer (und wenn, dann nur am Rande)
auf – sodass von Tourismus hier kaum etwas zu merken ist (auch, was Cola-Dosen
etc. betrifft). Besonders faszinierend ist der Katzenfelsen etwa auf halber
Katsenfelsen
Strecke (leider reichte das Zoom meiner Kamera nicht für eine bessere Aufnahme).
Obwohl ich von diesem bereits mehrfach gelesen habe, hätte ich nicht gedacht,
dass er so realistisch aussieht: in der Abendsonne meint man sogar, die Augen
der Katze sehen zu können!
An dieser Stelle sollte man wieder kehrt machen und nach Kritsa zurück kehren.
Freilich kann man die Schlucht auch bis zu ihrem Ende erwandern: nur muss man
dann noch ca. 12km bis zur nächsten Taverne (und zum Bus) nach Agios Nikolaos
an die Wanderung anhängen. Da hat man es zurück nach Kritsa wesentlich
bequemer, kürzer und schneller!