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Elat: 04.04.2004

Nachdem Nick mich heute gegen 9:30 Uhr vom Hotel abgeholt und mit Sack und Pack zu Jakob gebracht hat, haben wir den Kurs nunmehr abgeschlossen. Ich habe also jetzt eine Lizenz als "Advanced Open Water Diver". Mal schauen, Appartment bei Jaakow Appartment bei Jaakow vielleicht kann ich diese ja in der nächsten Woche gleich im Mittelmeer nutzen?

Das Appartement hier bei Jaakow ist ganz schnuckelig: Ein kleiner Raum zum Schlafen, WC und Dusche, und eine geräumige Küche. Und anstelle der $50 im Hotel zahle ich hier pro Nacht nur NIS 100. Wird auf jeden Fall für den nächsten Urlaub in Elat (Oktober?) vorgemerkt. Es gibt ja noch so viele Tauchmöglichkeiten hier im Roten Meer zu erkunden. Und mit Nick Flamingos Flamingos noch auf ein Bierchen gehen, denn das haben wir irgendwie nicht mehr geschafft...

Kurz nach 13 Uhr fährt David mit dem Jeep vor, um mich wieder zu einer Safari abzuholen. Heute sind wir zu dritt: Er hat noch Li mitgebracht. Nachdem wir die Stadtgrenze verlassen haben, geht es zunächst zu den Salzseen. Hier wird aus dem Wasser des Roten Meeres zum einen Salz, un zum anderen Trinkwasser gewonnen. Sozusagen als Nebeneffekt ist daraus ein eigenes kleines Ökosystem entstanden, in dem Flamingos ihre Heimat gefunden haben. Ganze Schwärme können wir beobachten, bevor es zu den "Amram Pillars" weitergeht. Diese befinden sich in einem eindrucksvollen Canyon. Besonders interessant ist hier schon bei der Anfahrt der Kontrast in den Farben der Berge: Gebirgszüge von schwarzen Felsen durchziehen die ansonsten gelben Berge. Die Säulen des Amram schließen Im Sculpture Valley Im Sculpture Valley einen ca. 30 Meter hohen Schacht ein. Die Natur hat den Sandstein hier so geformt, dass man fast wie auf Stufen in die Höhe klettern kann.

Und weiter geht es durch die Wüste. Zunächst durch das "Sculpture Valley". Diese Schlucht verdankt ihren Namen den Gesteinsformationen, die sich zu beiden Seiten des Weges finden und wie Skulpturen anmuten. Am beeindruckendsten ist "Simba", ein auf einem Felsen schlafender Tiger. Schon interessant, was die Natur so hervorzubringen vermag! Ein verlassenes Armeegelände durchquerend, in dem wohl auch zumindest Teile von "Rambo" gedreht worden sind (die Gebäude sind tatsächlich mit dem Schriftzug "US Army" versehen), gelangen wir zu den mittlerweile stillgelegten Kupferminen, die bis in die siebziger Jahre die Wirtschaft von Elat maßgeblich bestimmten. Und plötzlich taucht wie aus dem Nichts - mitten in der Wüste - ein See auf: der "Hidden Lake". Hier wurde das Kupfer bei Tageslicht abgebaut. Irgendwann erreichte man dabei schließlich den Grundwasserspiegel, und das Loch füllte sich mit Wasser. Am See angelangt, nehmen David und ich ein erfrischendes Bad. Li hat Bedenken, sich zu erkälten - also fahren wir sie ein wenig auf einem Hidden Lake Hidden Lake Floß spazieren. Zum Abschluss gönnen wir uns noch eine Wassermelone, und machen uns sodann auf den Heimweg.

Gegen 17:30 Uhr bin ich also wieder in meinem Appartement angelangt. Hier gilt es erst einmal, den ganzen Wüstenstaub wieder los zu werden: Also ab unter die Dusche, und anschließend noch die Tasche abgestaubt. Da klopft es auch schon an der Tür, und die Kinder bringen "Barbecue" Abendbrot vorbei: Jakob hat seinen Stand noch einmal geöffnet, und wird erst gegen 23:00 Uhr wieder zurück sein...

Bis Mitternacht sitzen wir noch zusammen, trinken Tee und unterhalten uns. Es ist, als würden wir und bereits seit Jahren kennen, und als würde ich schon seit langem hier in Elat wohnen. Der Ort ist mir fast schon in Zuhause geworden. Von Lilia erhalte ich heute besonders viele SMS (und schreibe ihr natürlich eben so viele) - am Donnerstag werde ich sie hoffentlich wieder sehen. Gegen 0:30 Uhr liege ich schließlich im Bett, und schlafe nch einer letzten SMS an Lilia ein.