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Elat: 29.03.2004

Fuseliers Fuseliers

Nachdem Nick mich wieder um 9:15 Uhr von meinem Hotel abgeholt hat, geht es auch sogleich ab an den Strand: Ab heute gibt es ja keine Theorie mehr. Und auch keine Probleme beim "Buddy Check": Alle Schritte der Prüfung des Equipments klappen prima, ohne dass er mir etwas "vorsagen" muss. Zwei Mal geht es also auch heute wieder nach unten: 12 und 11 Meter tief. Nur zwei "nasty excercises" sind zu absolvieren: Die Maske in einer Tiefe von 5m abnehmen und wieder aufsetzen, und einen "Controlled Emergency Ascent" aus Flat Tire Reifenpanne auf der Safari einer Tiefe von 5 Metern. Dann genießen wir einfach die Umgebung: Korallen, Seegurken, und die vielen verschiedenen (und verschieden bunten) Fische. Nach einer mit ca. 1:10 Stunden viel zu kurzen Gesamt-Tauchzeit sind wir auch gegen 13:30 Uhr wieder im Tauchklub, und das Equipment wird gereinigt.

Und um 14:15 Uhr geht es auch bereits zum nächsten Extrem: Im Jeep wartet David bereits darauf, mich in die Wüste zu entführen. Nach einer Fahrt durch den Wadi Shelomo gibt es dann auch schon die erste Überraschung: einen platten Reifen. Während des Radwechsels beschließen wir kurzerhand, die "Jeep Safari" Red Canyon David im Red Canyon umzubenennen in "Adventure Trip". Und weiter geht es zum "Red Canyon": Hier hat das Wasser eine seiner Meisterleistungen vollbracht. In Wer-weiß-wie-Vielen Jahrhunderten hat es eine Schlucht in den roten Sandstein gegraben - ein Erlebnis zwischen Wadi Kelt und Petra. An letzteres erinnert die Öffnung am Boden der Schlucht - auch wenn natürlich die beeindruckenden Bauwerke fehlen. Auf dem Weg zurück zum Jeep (den wir einige hundert Meter vor dem Eingang zur Schlucht geparkt haben) erinnert der Canyon dann auch noch an "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug": Von oben sieht er nämlich der "Schlucht des sichelförmigen Mondes" extrem ähnlich! Zur Beobachtung des Sonnenuntergangs geht es jetzt noch auf einen Aussichtspunkt gegenüber des "Mount Shelomo": Von hier kann man die Grenze nach Jordanien (und den Hafen von Akaba), aber auch die ägyptische Grenze sehen. Bei klarem Wetter und guter Nacht auf dem Boot Nacht auf dem Boot Sicht - die uns leider nicht vergönnt war - sieht man sogar bis Saudi Arabien... Als Kompensation für die der Reifenpanne zum Opfer gefallene Tour nach Timna, fährt mich David noch ein wenig in der Gegend herum - zum Fotografieren ist es jetzt leider schon zu dunkel...

Hatte ich gedacht, nach der Rückkehr ins Hotel zu zuckeln, so war dies ein Irrtum: Yuval nimmt mich gleich am Jeep in Empfang und lädt zu einer Spritzfahrt mit seinem Motorboot ein. Also raus aufs Rote Meer und die Seele baumeln gelassen: bei ausgeschaltetem Motor lassen wir uns treiben und es uns nicht nur mit einem Bier gut gehen - ein sehr netter Abend, der mich um 21:30 Uhr wieder ins Hotel zurück führt.