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Fuseliers
Nachdem Nick mich wieder um 9:15 Uhr von meinem Hotel abgeholt hat, geht es
auch sogleich ab an den Strand: Ab heute gibt es ja keine Theorie mehr. Und
auch keine Probleme beim "Buddy Check": Alle Schritte der Prüfung des
Equipments klappen prima, ohne dass er mir etwas "vorsagen" muss. Zwei Mal
geht es also auch heute wieder nach unten: 12 und 11 Meter tief. Nur zwei
"nasty excercises" sind zu absolvieren: Die Maske in einer Tiefe von 5m
abnehmen und wieder aufsetzen, und einen "Controlled Emergency Ascent" aus
Reifenpanne auf der Safari
einer Tiefe von 5 Metern. Dann genießen wir einfach die Umgebung: Korallen,
Seegurken, und die vielen verschiedenen (und verschieden bunten) Fische. Nach
einer mit ca. 1:10 Stunden viel zu kurzen Gesamt-Tauchzeit sind wir auch gegen
13:30 Uhr wieder im Tauchklub, und das Equipment wird gereinigt.
Und um 14:15 Uhr geht es auch bereits zum nächsten Extrem: Im Jeep wartet
David bereits darauf, mich in die Wüste zu entführen. Nach einer
Fahrt durch den Wadi Shelomo gibt
es dann auch schon die erste Überraschung: einen platten Reifen. Während des
Radwechsels beschließen wir kurzerhand, die "Jeep Safari"
David im Red Canyon
umzubenennen in "Adventure Trip". Und weiter geht es zum "Red Canyon": Hier
hat das Wasser eine seiner Meisterleistungen vollbracht. In
Wer-weiß-wie-Vielen Jahrhunderten hat es eine Schlucht in den roten Sandstein
gegraben - ein Erlebnis zwischen Wadi Kelt und Petra. An letzteres erinnert
die Öffnung am Boden der Schlucht - auch wenn natürlich die beeindruckenden
Bauwerke fehlen. Auf dem Weg zurück zum Jeep (den wir einige hundert Meter vor
dem Eingang zur Schlucht geparkt haben) erinnert der Canyon dann auch noch an
"Indiana Jones und der letzte Kreuzzug": Von oben sieht er nämlich der
"Schlucht des sichelförmigen Mondes" extrem ähnlich! Zur Beobachtung des
Sonnenuntergangs geht es jetzt noch auf einen Aussichtspunkt gegenüber des
"Mount Shelomo": Von hier kann man die Grenze nach Jordanien (und den Hafen von
Akaba), aber auch die ägyptische Grenze sehen. Bei klarem Wetter und guter
Nacht auf dem Boot
Sicht - die uns leider nicht vergönnt war - sieht man sogar bis Saudi
Arabien... Als Kompensation für die der Reifenpanne zum Opfer gefallene Tour
nach Timna, fährt mich David noch ein wenig in der Gegend herum - zum
Fotografieren ist es jetzt leider schon zu dunkel...
Hatte ich gedacht, nach der Rückkehr ins Hotel zu zuckeln, so war dies ein
Irrtum: Yuval nimmt mich gleich am Jeep in Empfang und lädt zu einer
Spritzfahrt mit seinem Motorboot ein. Also raus aufs Rote Meer und die Seele
baumeln gelassen: bei ausgeschaltetem Motor lassen wir uns treiben und es uns
nicht nur mit einem Bier gut gehen - ein sehr netter Abend, der mich um 21:30
Uhr wieder ins Hotel zurück führt.