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Heute mal einen Tag Auszeit, und alles ganz ruhig angehen. Beinahe hätte ich dabei sogar das Frühstück verschlafen! Doch zum Glück klingelte mein Telefon rechtzeitig. Nick rief an: leider wird aus unserer Verabredung zum Essen heute nichts - er muss wieder "abtauchen". Aber für Morgen haben wir bei der Gelegenheit gleich ausgemacht, dass er mich wieder um 9:15 Uhr abholt. Ich habe Entzugserscheinungen, und muss auch wieder unter Wasser. Also werde ich Donnerstag und Freitag mit ihm meine Kenntnisse erweitern, bis auf 30 Meter Tiefe gehen, und den "Advanced Open Water Diver" machen.
An den "Entzugserscheinungen" ist durchaus etwas dran: Als ich nach Frühstück
und ein paar Runden Tischtennis den Hotelpool teste, stelle ich fest, dass das
Pool des Hotels Amerikana
Wasser langweilig ist. Außerdem stimmt mit meinen Füßen etwas nicht: Da sind
gar keine Flossen dran, und das schwimmt sich echt komisch. Und überhaupt ist
die ganze Angelegenheit irgendwie im wahrsten Sinne des Wortes
"oberflächlich"...
Also raus aus dem Wasser, rein in die Klamotten, und erst einmal zu Egged hüpfen. Für die Fahrt nach Jerusalem sollte ich mir rechtzeitig einen Platz reservieren - unmittelbar vor den Feiertagen könnte der Bus sonst schnell ausgebucht sein. Und wo ich schon den halben Weg zu den Shukrons zurück gelegt habe, gehe ich auch gleich dort zum Essen. Dabei komme ich an einem Musikgeschäft vorbei. Dort hinein zu gehen, stellt sich schnell als ein wenig kostspielig heraus: Ich kann es mir nicht verkneifen, drei CDs und drei DVDs zu kaufen...
Wieder zurück im Hotel, lege ich mich noch für ein Stündchen in die Sonne, und dann ein weiteres Stündchen aufs Bett - muss ich doch schon mal ein wenig in meine Neuerwerbungen hinein hören. Gute Wahl: Die Ethnix-CD ist wieder im alten Stil (Live mit Eyal Golan), und David D'Or schön verträumt. Sarit Hadad kommt Morgen dran. Jetzt will ich erst mal noch ein wenig Nachtluft schnuppern.
Im Foyer wird wieder gesungen. Und so ganz allein sitzt da ein hübsches Mädchen
an einem Tisch. Da denke ich mir, ich frage sie einfach einmal, ob sie weiß,
was hier eigentlich gespielt wird - sie weiß es auch nicht. Und eine
Konversation mit Lilia stellt sich als gar nicht so einfach heraus: Sie kann
Foyer des Hotels Amerikana
kaum Englisch, dafür ein wenig Hebräisch - und von Haus aus Russisch.
Irgendwie schaffen wir es, uns mit Hilfe dieser drei Sprachen zu verständigen.
Lilia möchte jedoch gleich mit einer Freundin zum Shoppen. Die Sympathie ist
jedoch gegenseitig, und so hinterlässt sie mir ihre Telefonnummer und Email
Adresse - und ich ihr die meine. Vielleicht unternehmen wir heute Abend noch
etwas, wenn die beiden vom Einkaufsbummel zurück sind. Zur Sicherheit nutze
ich also schonmal die Zeit, um ein paar nette Lokalitäten auszuspähen...
Und es wurde eine wundervolle Nacht. Gegen 23:30 Uhr trafen wir uns an der
Rezeption, und schlenderten zu einem romantischen Plätzchen am Strand. Bei
einem Gläschen Wein betrachten wir die Lichter am anderen Ufer:
Elat, Akaba... Die Unterhaltung ist
lustig, alle Sätze aus drei Sprachen plus Händen und Füßen zusammen gesetzt.
Gegen 5 Uhr morgens schließlich trennen wir uns, um noch eine Mütze voll
Schlaf zu ergattern...