Santa Lucia
Santa Lucia war das Ziel unserer zweiten Etappe. Unser Reiseführer preist
den Ort als "eines der schönsten Dörfer der Insel", und das wollten wir uns
natürlich nicht entgehen lassen - zumal es ohnehin auf der Strecke nach Fataga
liegt.
Es ist wirklich ein nettes Fleckchen - mit gerade einmal 1500 Einwohnern (die größeren Zahlen jenseits der 50.000 beziehen die anderen Ortschaften wie Santa Lucía Vecindario mit ein, die zur gleichen Gemeinde gehören), von denen die meisten in der Landwirtschaft beschäftigt sind (so etwas erwartet man in der Regel ja auch bei einem Dorf). Wie wir es überhaupt auf Gran Canaria erfahren haben, so ist auch hier wieder alles sehr sauber. Die Kirche auf dem Hügel verrät den Ort schon recht früh (man kann sie also als "Wahrzeichen" ansehen). Wie beschaulich es hier früher zugegangen ist, erzählen die Alten: Noch vor einer Generation hätte man, der guten Akustik wegen, sich Nachrichten von einer Seite des Berges 500m weit auf die andere zugerufen - oder am anderen Ende des Dorfes wohnende Verwandte gebeten, bei ihrem Besuch doch noch ein Brot aus der Bäckerei mitzubringen...
Auch und gerade historisch gesehen ist Santa Lucia nicht gerade unbedeutend:
In der Umgebung finden sich viele Höhlenbauten, und u.a. auch die berühmte
altkanarische Festung Fortaleza de Ansite, die ebenfalls aus unzähligen
Höhlen besteht. Hier war die letzte Zuflucht der Altkanarier in ihrem Widerstand
gegen die spanischen Eroberer.