An diesem schönen Sonntag wollten wir mal so richtig an einem Palmenstrand relaxen. Die Reiseführer priesen dafür Vai als die ultimative Idylle an. Erst später erfuhren wir von Mit-Urlaubern, dass es eigentlich richtig "Chrissi" hätte heißen müssen: Chrissi soll nämlich das halten, was die Reiseführer von Vai versprechen...
Die Ruinen von Gournia
Um auf dem Weg auch noch ein wenig Kultur in uns aufzunehmen, war zunächst
ein Zwischenstop in
Gournia geplant. Nachdem wir mit
Malia und
Knossos nun schon zwei minoische
Paläste gesehen hatten, galt es den Ausgleich zu schaffen: dem stand nämlich
bislang als minoische Stadt
Akrotiri (auf
Santorini) allein gegenüber, und
das war ja erst zu ca. einem Prozent ausgebuddelt. Nun, Gournia liegt direkt
an der Strecke - der Umweg betrug also nur knapp 200 m (um auf den Parkplatz
zu fahren). Nichts also leichter als das. Wenn da nicht wieder die blöde
Beschilderung wäre: das Hinweisschild auf Gournia steht nämlich direkt hinter
einer Kurve, und natürlich unmittelbar am Abzweig. Darin scheinen die Kreter
Meister zu sein. Also muss der Izzy wieder mal was zum Drehen suchen, und der
Umweg erhöhte sich auf einen knappen Kilometer. Hat sich aber gelohnt, wie
bei den "Excavations von Gournia"
nachzulesen ist.
Chametzi
Nach einem Aufenthalt von ca. einer Stunde, in der wir die Umgebung auf uns
wirken ließen, ging es also die Straße weiter. Laut einem der Reiseführer,
die Erik dabei hatte, sollte man in
Chametzi in einer kleinen
Taverne schön Zwischenstop mit Mahlzeit machen können. Stimmte leider nur halb
(Zwischenstop ging, Mahlzeit nicht - da Taverne dicht). Da wir aber nun
einmal standen, schauten wir uns auch ein wenig um: der Tourismus war hier
noch nicht angekommen, obwohl der Ort mitten auf der Hauptstraße liegt. Also
schauten wir um, und die Bewohner uns seltsam an. Macht nix: ist ein schöner
Flecken, dieser Ort.
Und weiter ging's in Richtung Vai. An der Raubritterburg angekommen, drehten
wir erst einmal um: kostet der eine Strand schon mächtig, bevor man steht
Itanos
(selbst Parkscheine in Irakleio sind günstiger), gibt es (wiederum laut
Reiseführer) noch mehr Strände rund herum. Also erst einmal nach
Itanos und schauen, was hier so
ausgebuddelt wurde. Der Felsen hier ließ auch einen Ausblick auf weitere
Strände erhoffen, die wir auch tatsächlich fanden. Der eine war jedoch zu
steinig, und auch der andere etwas einsam - sodass wir uns letzten Endes
dennoch entschlossen, uns den Raubrittern zum Überfallen anzubieten.
Das Wasser in der Bucht von Vai ist traumhaft ruhig - ein Paradies für
Schnorchler, zu denen ich (zumindest zu diesem Zeitpunkt noch) nicht gehörte.
Aber wo sich gut schnorcheln läßt, kann auch gut geschwommen werden. Und nach
den üblen Erfahrungen mit Wellen am ersten Tag war dies auch ein guter Platz
Der Strand von Vai
für Erik. Nach kurzem Kontakt mit dem nassen Element gefiel ihm jedoch die
Strandliege besser. Logisch, die war auch teurer als das Meerwasser. Wenn ich
es recht überlege, war das Meerwasser neben dem Sand vom Strand das einzige,
was ohne Zuzahlung hier zu bekommen war...
Zum Abschied gab es dann noch ein kleines Abendessen in der Strandtaverne.
Erstaunlicherweise zu recht zivilen Preisen. Anschließend brachte uns der
Fiat wieder zurück nach
Malia, wo wir im
Sofokles unseren Nachttrunk
einnahmen. Achja, das brauche ich vielleicht im Folgenden nicht wieder
jedesmal extra erwähnen ;-)