Karnak-Tempel

Links
25° 43′ 7.5″ N, 32° 39′ 33.8″ E
Maat-Ka-Ra: Karnak (mit Karte)
Wikipedia: Karnak [DE] [EN] [FR]
Wikitravel: Karnak [DE] [EN]
Aegypten-Infos.DE: Fotogalerie
Eintritt
9-17 Uhr, im Sommer 6-18 Uhr
Preis: 40 LE
Freilichtmuseum: 20 LE
Material
Izzy's Fotoalbum
Reisebericht
Tempelanlage Karnak In der Tempelanlage von Karnak

Seit dem Mittleren Reich kann man diesen Tempel eigentlich als "ewige Baustelle" bezeichnen. Beginnend mit Senwosret I (12. Dynastie) war fast jeder Pharao darauf bedacht, die Anlage zu erweitern, Neues hinzuzufügen. Senwosret war dabei nicht der erste Bauherr; vermutlich stand bereits zuvor ein Tempel des Amun an dieser Stelle. Besonders emsige Bautätigkeit gab es sodann in der 17. Dynastie, begonnen bei Amenophis I. und fortgesetzt von seinen Nachfolgern Thutmoses I bis hin zu Amenophis III. Auch Hatschepsut hat zum Bau beigetragen. Auch wenn unter Amenophis IV, besser bekannt als Echnaton, aufgrund des von ihm zum einzigen erhobenen Aton-Kultes alle anderen (nicht dem Aton geweihten) Tempel offiziell geschlossen wurden, waren die Arbeiten hier damit keineswegs beendet: In den folgenden Dynastien wurde fleißig weiter gebaut. Unter Ramses III (19. Dynastie) waren etwa 80.000 Menschen im und für den Tempel tätig...

Allerdings wurde nicht nur bei- sondern auch abgetragen. Bei so manchem Neubau mussten ältere Werke weichen, und fanden teilweise als Baumaterial oder auch einfach nur als Füllmaterial für die Pylonen Wiederverwendung (wie Tempelanlage Karnak In der Tempelanlage von Karnak zum Beispiel die Weiße Kapelle von Senwosret). Mehr Details dazu können den in der Infobox verlinkten Seiten entnommen werden.

Nach all dieser Bautätigkeit kann man bei der heute wohl bekanntesten Tempelanlage Ägyptens kaum von einem einzigen Tempel sprechen - auch wenn zumeist vom "Karnak-Tempel" die Rede ist. Sie stellte vielmehr eine Sammlung von Tempeln und Kapellen dar - des Amun, des Ptah, Chons, Month, der Muth... - von denen die einfachen Ägypter seinerzeit wohl kaum mehr als die äußeren Mauern und ggf. noch Wände gesehen haben. Bis in das Innerste, das Allerheiligste des Tempels, durften ohnehin nur Pharao und der oberste Priester vordringen. Und auch die anderen Kulträume waren nur den Priestern vorbehalten, und denen, die in anderer Weise im Dienste des jeweiligen Gottes standen. Damals nannte man die Stätte Ipet-Sut, was soviel bedeutet wie "der vollkommene Ort" oder auch "gesegnetster aller Orte".

Letzte Änderung: 2021-12-31