Kretischer Abend
In griechischen Hotels gehört es offensichtlich zum "guten Ton", dass jeder
Gast mindestens einmal an einem griechischen Abend teilgenommen haben
muss. So heißt er wohl auf dem Festland, und auch auf Rhodos wird er so
genannt. Nur auf Kreta, da ist halt alles ein wenig anders: Statt Ouzo heißt
der Nationaltrunk hier Raki (sprich: Ratschi), und anstelle von
griechischer Abend gibt es den kretischen Abend.
Inhaltlich ist das jedoch ziemlich identisch: Es werden traditionelle Tänze (selbstverständlich zu traditioneller Musik) von einem speziell engagierten Ensemble vorgeführt, und anschließend wird der Spieß umgedreht. Will heißen: Die Gäste werden vorgeführt. "Nur zuschauen" gibt es nicht - irgendwann erwischt es jeden einmal, und es gilt, einen Sirtaki (meist in der abgespeckten Variante) hinzulegen, oder sich gar bei einem richtigen Volkstanz die Beine zu verknoten.
In unserem Falle gab es noch einen Bonbon zusätzlich: Eine magische Show.
Teilweise als Ausgleich für die "verknoteten Beine" vom Volkstanz, wurden
hier die Künstler verknotet, verdreht, zersägt und wieder zusammen gesetzt.
Das ganze mit schöner magischer Beleuchtung. Alles in allem: Hat riesig
Spaß gemacht!