[ 05.04.2004 ] [06.04.2004 ] [07.04.2004 ]
Heute geht es nach Efrat. Ich weiß nicht, was mit meinem Koffer passiert ist - der lässt sich kaum noch schließen... Um 10:00 Uhr geht mein Bus, und Jakob wird mich auf dem Weg zur Arbeit zum "Egged-Stützpunkt" bringen. Dann liegen gut 5 Stunden Fahrt vor mir, und einmal Umsteigen in Jerusalem.
Stop am Toten Meer
Zumindest war das der Plan - nur geht leider heute einiges schief. Zunächst
erreichen wir gerade mal das Tote Meer, als der Bus nicht mehr will. Also
warten wir eine halbe Stunde, und wechseln dann in einen anderen Bus.
Dummerweise verbleiben dabei meine Diving-Boots im alten Bus! Hoffentlich habe
ich das Glück, dass Egged sie zumindest nach Jerusalem bringt! (Tun sie leider
nicht: während Chol HaMoed ist das Büro leider nicht besetzt, und auch alle
späteren Bemühungen blieben leider ohne Erfolg).
In Jerusalem angekommen, habe ich gerade den letzten Bus nach Efrat verpasst. Angeblich gibt es auch nichts passendes mehr vor dem Feiertag! Aber schließlich findet sich doch noch ein Bus, der zumindest an der Efrat Junction anhält. Da noch zwei weitere Passagiere betroffen sind, laufen wir nun zu dritt in Richtung Efrat. Und kaum haben wir die Kreuzung passiert, hält auch schon ein Auto an - und wir sind nur noch zu zweit. Hier wird man schnell mitgenommen - die Straße führt direkt nach Efrat (und nirgend wo anders hin), also ist ziemlich klar, wo die Wanderer hin wollen. Am Ende der Straße nimmt mich David dann in Empfang, und wenige Minuten später sind wir auch bereits in seinem Haus angekommen.
Nachdem ich mich unter der Dusche frisch gemacht habe, geht es zur Synagoge. Auf dem Weg darf ich auch bereits die ersten Vorzüge von Efrat erkennen: Hier ist ein Feiertag (sicher insbesondere ein Shabbat) auch wirklich als solcher erkennbar: keine Autos, alles ruhig!
Wieder von der Synagoge zurück gekehrt, haben wir mit insgesamt neun Leuten -
davon zwei Gäste - einen wundervollen Seder bis spät in die Nacht. Die Kids
haben sich schon rechtzeitig auf diesen vorbereitet, und sogar ein paar Bilder
für das "Mah nishtanah" gezeichnet und dazu aufgeschrieben, was die vier
verschiedenen Söhne ausmacht. Mitternacht ist bereits weit überschritten, als
wir schließlich den Seder beenden und zu Bett gehen.