Jerusalem

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Ir HaAttika bei Nacht Ir HaAttika bei Nacht Eine auch nur annähernd vollständige Beschreibung zu Jerusalem zu schreiben, hieße mehrere Bücher zu produzieren. Allein in der Altstadt, der "Ir HaAttika", kann man bequem mehrere Wochen verbringen, und dennoch jeden Tag etwas Neues entdecken! Daher möchte ich mich hier auf ein absolutes Minimum beschränken, und selbst davon nur die Hälfte schreiben (mehr im Reisebericht) Auf die Neustadt verzichte ich gar vollständig.

Der zentralste Platz ist sicher der Bereich rund um die Westmauer: für Juden der heiligste Platz des Gebetes. Dank der Ausgrabungen gibt es jetzt sogar eine dem Gebet zugängige Stelle, die nur ca. 19 Meter vom Allerheiligsten entfernt ist.

Ist die Stadt bei Tage gefüllt mit Touristen und Händlern, so bietet sie des nachts ein Bild der Ruhe und des Friedens. Die Händler schließen ihre Stände jetzt aufgrund der politischen Lage bereits ab 20:30 Uhr - es kommen um diese Zeit ohnehin kaum noch Besucher. Noch vor fünf Jahren wäre das kaum denkbar gewesen: kaum ein Händler hätte seinen Stand vor 23 Uhr geschlossen. Heute haben alle Angst: die Medien zeichnen ein Bild der Gewalt, welches der Realität kaum gerecht wird.

Ausgrabungen unter der Westmauer Ausgrabungen unter der Westmauer Die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch: Überall sieht man Patrouillen der Polizei, an jedem Eingang zu öffentlichen Gebäuden finden Sicherheitskontrollen (incl. Jerusalem Jerusalem Taschenkontrollen) statt, wie man sie sonst nur vom Flughafen kennt. Steht etwa eine herrenlose Tasche auf dem Platz, die sich nicht zuordnen läßt, so wird der Platz evakuiert und die Tasche observiert (mit Hilfe eines Roboters), im schlimmsten Falle wird sie sogar gesprengt.

Die Stadt hat unendlich viel zu bieten, insbesondere für geschichtlich und archäologisch interessierte Besucher: zahlreiche Ausgrabungen und Museen laden zu Besuchen ein, viele geschichtsträchtige Gebäude erwarten ihre Betrachter. Und ob aus der Luft oder von unter der Erde, jeder Blick gleicht einer Offenbarung. Für Mitglieder aller drei abrahamitischen Religionen ist dies ein heiliger Ort, und so finden sich auf für all diese Menschen zahlreiche Plätze des Gebetes, ob Synagogen, Kirchen oder Moscheen.

Und Jerusalem ist auf zahlreiche Besucher eingerichtet und erwartet diese: von Hotels mit - insbesondere während der Feiertage - gepfefferten Preisen (US$ 350 pro Nacht sind keine Seltenheit) reicht die Palette bis zu einfacheren Gasthäusern sowie Hostels mit tragbaren Preisen für weniger Gutbetuchte. Auch Privatleute vermieten Zimmer - ein für sie besonders während der Feiertage guter Nebenverdienst.

Letzte Änderung: 2021-12-29