Izzy in Cruz de Tejeda
Der ewige Kreuzungspunkt: Früher waren es die Pfade der Pilger, Schäfer, und
Händler, die sich hier trafen. Die Händler haben es überdauert, die Pilger
heißen heute Touristen. Was ist aus den Schäfern geworden? Die Frage muss ich
hier offen lassen...
Tagsüber findet sich auf der Kreuzung ein Basar (bei unserer Ankunft bestand er nur aus wenigen Ständen, die alle das Gleiche verkauften: Ponchos (nanu? Ist das hier Mexiko?), Strickjacken, Tischdecken... und ein paar lokale Leckereien). Die Reiseführer meinen sicher einen anderen Basar: Die Touristen landen hier in ganzen Busladungen, um sich von den Raubrittern - Pardon - Straßenhändlern und Eselsrittern die Geldbörse leeren zu lassen. Abends wird es hingegen beschaulich, und man kann in Ruhe umherschlendern und die Landschaft genießen.
Ist noch etwas in der Geldbörse verblieben, aber ein Loch im Magen entstanden, findet sich auch dafür eine sogar sehr traditionelle Lösung: Direkt auf der Kreuzung gibt es ein Rasthaus - nennt sich heute Grill und hört auf den Namen Asador oder, nach anderen Quellen Grill Yolanda (über der Tür steht ersteres). Traditionell gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen stieg man auch zur Zeit unserer Vorfahren in einem solchen Fall in einem Gasthof ab - und zum anderen bietet das Asador traditionelle kanarische Küche. Nicht nur am Spieß (was der Name "Asador" wörtlich bedeutet) - aber was schreib ich hier alles nochmal, steht ja schon hinter dem Link...
Was an Cruz de Tejeda so besonderes ist, dass die Touristen gleich
tonnen- bzw. busweise hier abgeladen werden, konnte ich nicht herausfinden.
So viel zu sehen gibt es eigentlich nicht, und so toll ist der Basar auch nicht.
Aber raten können wir ein wenig: Eine erstklassige Aussicht auf den Roque
Bentaiga gibt es hier, und das gerade erwähnte Asador bietet
eigentlich auch genügend Sitzplätze - wobei wir dabei nicht berücksichtigt
haben zu fragen, ob die Küche dann auch mit den Tellern schnell genug
hinterher kommt...