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Abu Simbel und Assuan

Abu Simbel Abu Simbel Urlaub, Erholung - Ausschlafen? Weit gefehlt! Als sollte alles bislang dagewesene getoppt werden, klingelt unser Telefon heute bereits um 3:15 Uhr. Man teilt uns mit, dass wir ab jetzt Kaffee fassen und unsere Launchpakete in Empfang nehmen können, und das der Bus dann um 4 Uhr ablegt, pardon, abfährt. Aufgrund dieser herrlichen Zeiten bin ich erst gar nicht zu Bett gegangen - ein bisserl Schlummern kann ich auch noch während der jeweils zweieinhalbstündigen Fahrt.

Zunächst geht es jedoch erst einmal zum Sammelpunkt für den obligatorischen Konvoi, der sodann um halb fünf aufbricht. Gegen sieben Uhr erreichen wir dann das Ziel unserer Reise: Abu Simbel.

Wer von unseren lieben Mitreisenden der Meinung gewesen war, bereits "genug Steine" gesehen zu haben, hat mit Sicherheit etwas verpasst! Nicht nur, dass die beiden Tempel von Abu Simbel (zumindest ursprünglich) nicht nach dem Prinzip "Stein auf Stein" errichtet, sondern in den Felsen gehauen wurden. Dank der Tatsache, dass die gesamte Anlage für etwa zweitausend Jahre unter dem Sand der Wüste begraben, und erst im 19. Jahrhundert wieder entdeckt wurde, sind die Farben hier in einem einmaligen Zustand erhalten. Stellenweise gewinnt man wirklich den Eindruck, die Arbeiten wären gerade erst fertig gestellt! Die Ausdruckskraft der Abbildungen gewinnt dadurch einiges. Auch wenn ich darauf eigentlich halbwegs vorbereitet war, hat mich die Anlage tief beeindruckt. Es war die Strapazen der Reise allemal Wert! Der einzige Wermutstropfen war die Tatsache, dass im Innern der Tempel sowohl das Fotografieren als auch das Filmen verboten ist - was leider genau so streng überwacht wie scharf geahndet wird. Und so musste ich mich mit meinen Aufnahmen leider auf die Außenwelt beschränken...

Assuan Blick auf Assuan Zum Mittagessen haben wir dann auch bereits unser Schiff wieder erreicht. Eine halbe Stunde später als geplant, da wir zwischendurch nochmals wenden mussten, um Fahrgäst eines havarierten Busses unseres Schwesternschiffes zu "evakuieren". Womit uns nach dem Essen noch knapp zwei Stunden zum Erfrischen bleiben, bevor wir dann zur Stadtrundfahrt aufbrechen.

Letztere erwies sich dann als wenig spektakulär: Mit dem Bus ging es zunächst auf eine Anhöhe, von der aus ein guter Blick über die Stadt geworfen werden konnte. Also der Platz für die Fotos von Assuan. Anschließend weiter mit dem Bus zur großen Moschee, inklusive Besichtigung (plus ein wenig Hintergrundinformationen über den muslimischen Glauben, und was in der Moschee so abläuft). Auch Fotos sowie Videoaufnahmen konnten sowohl vor als auch in der Moschee gemacht werden. Dann ging es weiter zur letzten Station: Dem Shuk. Hier war dann eine Stunde Zeit zum Feilschen und Kaufen um und von Souvenirs. Zum Abschluss trafen wir dann in einem Café am Ende des Shuk zusammen, um bei einem Gratis-Getränk auf unseren Bus zu warten. Der Rest des Abends stand zur freien Verfügung.