[21.03.2006 ] [22.03.2006 ] [ 23.03.2006 ] [24.03.2006 ] [25.03.2006 ]
Der Horus-Tempel in Edfu
Heute stehen wir erst kurz vor acht auf - und sprechen bereits von
"Ausschlafen". Es ist halt alles relativ! Pünktlich um 10 Uhr, unser Schiff
hat gerade angelegt, brechen wir auch schon mit dem Bus auf. Unser Ziel: Der
Horus-Tempel von Edfu. Erst in
ptolemäischer Zeit gebaut, ist er der wohl am besten erhaltene Tempel Ägyptens.
Und war auch nicht, wie zum Beispiel der Karnak-Tempel, ständigen
Erweiterungen und Umbauten unterworfen. Daherist hier alles recht klar
strukturiert.
Während wir uns im Tempel umsehen, sind plötzlich deutliche Arbeitsgeräusche zu hören. Einer der Gänge zu den kleinen Kapellen ist auch ob des Besucherandranges ziemlich verstopft. Zwischen den Füßen der vielen Touristen sind auf dem Boden liegende Bretter erkennbar. Es heißt, die Barke des Horus würde transportiert. Nun, dafür wären die Bretter sicherlich nicht nötig - und wie sich später herausstellt, befindet sich die Barke denn auch nach wie vor in ihrer Kapelle. Transportiert wurde allerdings ein Quader mit etwa ein bis anderthalb Meter Kantenlänge, ganz nach ägyptischer Art. Nicht etwa auf Rollen, sondern auf Brettern, mit einem Holz-Hebel jeweils stückweise vorwärts gekantet...
Knapp zwei Stunden konnten wir uns Zeit nehmen, die Ecken und Winkel dieses imposanten Tempels zu beschnuppern. Punkt 12 Uhr startet dann jedoch wieder unser Bus, um uns zum Schiff zurück zu bringen. Heute liegen noch weitere ca. fünf Stunden Fahrt vor uns, bis wir doch noch Kom Ombo erreichen.
Kom Ombo: Sobek Tempel
Und auch hier steht wieder eine Tempel-Besichtigung aufdem Plan. Pünktlich,
wie es sich für ein Schiff voller Deutscher gehört, verlassen wir um 17:45 Uhr
unser schwimmendes Hotel. Diesmal wartet kein Bus auf uns - die paar (hundert)
Meter können wir auch bequem zu Fuß zurücklegen.
So erreichen wir kurz vor Sonnenuntergang die Tempelanlage. Wie auch Edfu, ist dieser Tempel erst in ptolemäischer Zeit entstanden - jedoch im Gegensatz zu ersterem nicht so gut erhalten. Verehrt wurde hier hauptsächlich der Krokodilgott Sobek; und so wundert es nicht, dass eine der Hauptattraktionen (in ihrer eigenen Kapelle untergebracht) einige Krokodil-Mumien sind. Doch auch der vom Tempelberg beobachtete Sonnenuntergang hatte durchaus etwas besonderes. Und selbst wenn es damit unmittelbar dunkel wurde (Nut scheint die Sonne hier wirklich förmlich zu verschlucken - es ist, wie wenn jemand das Licht ausknipst), ist die Anlage dank der guten Beleuchtung immernoch gut zu besuchen.
Wie üblich, folgt dem letzten Ausflug des Tages das Abendbrot um 19:30 Uhr.
Währenddessen hat die MS Sun Times auch bereits wieder abgelegt, und ist
unterwegs zur Millionenstadt Assuan,
welch wir dann auch gegen 22 Uhr erreichen. Eigentlich ein guter Zeitpunkt,
sich ins Bett zu begeben - aber wir haben uns ein wenig festgequatscht. Und da
wir morgen bereits wieder um 3:15 Uhr geweckt werden sollen (und es
mittlerweile bereits kurz vor Mitternacht ist), beschließe zumindest ich,
besser gleich durchzumachen: Weniger als drei Stunden Schlaf machen mich mehr
kaputt als gar keiner...